Myanmar Tauchen – Die Wichtigsten Details

Myanmar tauchen - OrientierungskarteObwohl Myanmar mit einer Küstenlänge von knapp 2000km theoretisch auf ausgedehnte Tauchgebiete schliessen läßt, ist tauchen dort nur an wenigen Orten wie dem Mergui Archipel an der Südwestküste möglich und sinnvoll. Die Gegend im Golf von Bengalen, wo sich mittlerweile Ferienorte an den Stränden entwickeln, liegen im Einfluß der Abwässer vom Festland und lassen daher keinerlei Sichtweiten zu. Auch sind dort wenige Felsen und Inseln die Riffe entstehen liessen. Weiterhin wird dort durch die hohe Bevölkerungsdichte exzessiv gefischt.

Reisezeit: November – April

Tauchen in Myanmar = Tauchen im Mergui Archipel

Das Mergui Archipel ist eine abgelegene Inselgruppe an der Südwestküste in der Andamanensee und besteht aus über 800, meist unbewohnten, Inseln, Inselchen und Felsen. Diese bestehen hauptsächlich aus Hartkalkstein, welches optimale Bedingungen für Korallen und andere maritime Ökosysteme bietet. Das Archipel selbst ist auch in seiner Gänze nicht komplett betauchbar. Die nahe am Festland liegenden Inseln haben aus Tauchersicht das gleiche Problem wie der Golf von Bengalen – die Erosionen vom Festland lassen hier maximale Sichtweiten von ca 5 metern zu. Und dann kann man dort nur noch das bestaunen, was die Festlandsfischer eben so übrig lassen.

Myanmar Tauchen – am Besten gehts von Thailand aus

In Myanmar selbst gibt es momentan nur ganz wenige Tauchbasen. Die wichtigste dürfte wohl die Tauchbasis des Nabucco Myanmar Andaman Resort auf McLeod Island sein. Dort existiert auch ein Speedboot, daß die umliegenden Tauchplätze anfahren kann. Wer von dort aus tauchen gehen möchte ist auf die Kapazitäten und die Reichweite des kleinen Speedbootes limitiert. Dennoch, wer Familienurlaub mit nichttauchendem Anhang plant, für den ist dies die einzige Option. Wir haben mittlerweile von der Eröffnung von Divecentern an der Festlandsküste in der Nähe von Mergui Stadt und Dawei gehört, können aber nicht bestätigen, daß deren Betrieb seriöse Taucher zufrieden stellen könnte.

Die einfachste, sicherste, billigste und komfortabelste Variante sind Tauchsafaris aus dem benachbarten Thailand ins Mergui Archipel. Die Safaris legen sowohl im gut erreichbaren Khao Lak als auch in der Thailändischen Grenzstadt Ranong ab. Die Einreiseformalitäten werden größtenteils von den Betreibern organisiert – bitte beachten sie die minimum 200,- U$ Myanmar Visa Gebühren für den Mehrtägigen Besuch des Mergui Archipel.

Die von Thailand aus startenden Tauchsafaris sollten immer die Top Tauchplätze Black Rock, 3 Islets (Shark Cave) und Western Rocky anfahren.


Tauchgebiete im Mergui Archipel

Die äusseren Inseln, Unterwasserfelsen und Riffe des Mergui Archipel sind also die einzige Option in Myanmar tauchen zu gehen. Flut und Ebbe des Indischen Ozean sorgen oft für sauberes und klares Wasser und die Abgelegenheit der äusseren Inseln schützt sie vor den schlimmsten Auswirkungen der asiatischen Festlandsfischerei. Das Mergui Archipel ist nur wenige Nautische Meilen nördlich von den Similan Inseln und den Surin Inseln in Thailand entfernt, hat aber die Korallenbleiche von 2010 quasi unbeschadet überstanden und kämpft als Tauchgebiet momentan „nur“ mit der asiatischen Fischereiindustrie und illegalen Bombenfischern. Leider sind die Populationen von Großfisch wie Haien und größeren Rochen in den letzten Jahren auch dort stark zurückgegangen. Auf der „Makro“ Ebene sind die Riffe dort aber ein Paradies für jeden Liebhaber von seltenen und verrückten Kreaturen aller Art über Garnelen, Krabben, Anglerfischen, Seepferdchen und dergleichen. Das, im Gegensatz zu Thailand, noch höchst gesunde Korallensystem überrascht uns auf jedem Tauchgang aufs neue mit seiner Vielfalt.

Burma Banks

Die Burma Banks sind eine Ansammlung von Unterwasserhügeln ca 170 nautische Meilen vor der Festlandsküste Myanmars. Offiziell gehören diese gar nicht zum Staatsgebiet Myanmars da sie sich auf hoher See befinden. Die Regierung von Myanmar beansprucht diese aber seit ca 1997 wiederspruchlsos für sich und so finden Ausflüge dorthin seit einigen Jahren nicht mehr von Thailand aus, sondern nur noch über den Umweg der Einreise nach Myanmar statt.

Was sollte man von Myanmar Tauchen erwarten

Die Tauchgebiete sind, im Gegensatz zu den Behauptungen von Tauchbasen die erst seit kurzem dort aktiv sind, gut erforscht und fast alle möglichen Tauchplätze sind entdeckt. Durch die politische Öffnung Myanmars beginnen dort mehr und mehr Tauchbasen ihren Betrieb aufzunehmen und viele werben mit der Aussage vom „Unerforschten Burma/Myanmar entdecken“. Dies bedeutet, daß diese Tauchbasen dort neu sind und momentan auf die Kosten ihrer Kunden dort „entdecken“ und „erforschen“. Man sollte sicherstellen, daß man mit erfahrenen Betreibern und, ganz wichtig, mit erfahrenen Diveguides dort tauchen geht – was vor allem auf die Burma Banks zutrifft. Die Geografie erzeugt Strömungen aller Arten und Stärken, dies sollte man vorher wissen. Erfahrene Guides kennen diese Strömungen und planen die Tauchgänge den tagesaktuellen Umständen und den Erfahrungsstufen der Gäste entsprechend.

Zuallererst sind dann unzählige Weich- und Hartkorallen in ihrer ganzen Farbenpracht zu bestaunen. Die Vielfalt an Arten ist immer noch Weltklasse obwohl die einst so berühmten Haipopulationen, wie überall in Asien, leider der Vergangenheit angehören. Als Highlight ist auf jedenfall Black Rock zu nennen, wo sich immer noch größere Gruppen von Mantarochen tummeln und wenn es die Sichtweiten hergeben auch noch patroullierende Haie und Adlerrochen zu bestaunen sind.

Zu Details sehen sie unsere Fotogalerien und die Übersicht über die Tauchplätze.